
Installationsansicht, ‘Mary Heilmann. Works on Paper,’ Hauser & Wirth Zurich, Limmatstrasse, 2025 © Mary Heilmann. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Hauser & Wirth und 303 Gallery, New York. Foto: Jon Etter
Im Rahmen der Reihe „classic meets art“ des Tonhalle-Orchesters Zürich findet dieses Konzert in unserer Galerie an der Limmatstrasse in Zürich statt, wo derzeit die Ausstellung „Mary Heilmann. Works on Paper.“ zu sehen ist. Mit dieser Ausstellung kehrt Heilmann in unsere Zürcher Räume zurück und zeigt mehr als 30 Zeichnungen, die zwischen 1975 und 2005 entstanden sind.
Igor Strawinsky, der in den 1910er–Jahren Europa und vor allem Paris mit seiner mitreissenden Musiksprache aufgewirbelt hat, ging 1939 nach Kalifornien ins Exil und prägte auch dort das Zeitgeschehen. Die zeitgenössische, amerikanische Komponistin Caroline Shaw schlägt mit ihrer Musik Brücken zur Vergangenheit und etabliert zugleich eine ganz eigene Klangsprache. Und ähnlich wie Mary Heilmann einige Werke als Hommage an frühere Künstler wie Piet Mondrian geschaffen hat, reflektiert auch Creative Chair Thomas Adès in seiner Musik über Vorbilder – mit Zitaten oder strukturellen Anklängen. So begegnet uns etwa Mozart, der zum Abschluss noch selbst erklingt. Auch bei ihm waren Variationen schon ein grosses Thema – und bleiben es bei Mary Heilmann.
Musiker*innen
Diego Baroni, Klarinette
Amelia Maszonska-Escobar, Violine
Philipp Wollheim, Violine
Sarina Zickgraf, Viola
Sasha Neustroev, Violoncello
Einführungen
Leonie von Bismark, Hauser & Wirth
Ulrike Thiele, Tonhalle-Orchester Zürich
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Türöffnung: 18:30 Uhr
Beginn der Veranstaltung: 19:00 Uhr
Buchen Sie Ihre Tickets hier. Der Ticketpreis beinhaltet ein kostenloses Getränk.
Sitzplätze sind nicht zugeordnet.
Hauser & Wirth Zürich
Limmatstrasse 270
2. Stock
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Die Ausstellung ‘Mary Heilmann. Works on Paper’ zeigt die gleiche Sensibilität wie ihre massgebenden abstrakten Gemälde – eine nonchalante Spielfreude, welche die strenge Konzentration auf Form und Farbe beseelt und freudig bewegte Geometrien erschafft. Deren suggestive Kraft ist das Ergebnis eines Prozesses, den die Künstlerin als «Tagträumen» beschreibt: ein Herbeirufen der Sehenswürdigkeiten, Klänge und Ereignisse ihrer vergangenen oder vorgestellten zukünftigen Reisen und ein zyklisches Erinnern, das Heilmann immer wieder zu verschiedenen Motiven ihres nahezu fünfzigjährigen Schaffens zurückkehren lässt.
Über Mary Heilmann Mary Heilmann wuchs in San Francisco und Los Angeles auf und schloss ein Literaturstudium ab, bevor sie in Berkeley Keramik studierte. Von der Gegenbewegung der 1960er Jahre, dem „Free Speech Movement” und der Surf-Ethik ihrer kalifornischen Heimat beeinflusst, wurde Mary Heilmann zu einer der einflussreichsten abstrakten Malerinnen ihrer Generation. Obwohl ihre Arbeiten nicht gegenständlich sind und auf einem elementaren, geometrischen Vokabular basieren – Kreise, Quadrate, Gitter und Streifen – beinhaltet die Einfachheit der Formeneine malerische Nonchalance und Komplexität.
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Igor Strawinsky (1882 – 1971) war ein in Russland geborener Komponist, dessen Werk kurz vor und nach dem Ersten Weltkrieg einen revolutionären Einfluss auf das musikalische Denken und Empfinden hatte und dessen Kompositionen während seines langen Schaffens ein Meilenstein der Moderne blieben. Er wurde 1954 mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society und 1963 mit dem Wihuri-Sibelius-Preis ausgezeichnet.
Caroline Shaw ist eine Musikerin, die sich zwischen verschiedenen Rollen, Genres und Medien bewegt und versucht, sich eine Welt der Klänge vorzustellen, die noch nie zuvor gehört wurde, aber schon immer existiert hat. Sie arbeitet häufig mit anderen zusammen, als Produzentin, Komponistin, Geigerin und Sängerin. Caroline ist Trägerin des Pulitzer-Preises für Musik, mehrerer Grammys und einer Ehrendoktorwürde der Yale University.
Thomas Adès ist ein britischer Komponist, Pianist und Dirigent, dessen vielfältiges kompositorisches Œuvre, das von Solostücken bis zu Opern reicht, ihn als einen der versiertesten klassischen Musiker seiner Generation etabliert hat. Er ist Kreativvorsitzender des Tonhalle-Orchesters Zürich für die Saison 2025/26. Während der gesamten Saison werden wichtige Werke in verschiedenen Formaten und Besetzungen aufgeführt – von Familienkonzerten und Orchesterkonzerten bis hin zu Filmmusik und Opernauszügen aus seinen internationalen Erfolgen „The Tempest“ und „Powder Her Face“.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) war ein österreichischer Komponist, der weithin als einer der grössten Komponisten der westlichen Musikgeschichte gilt. Zusammen mit Haydn und Beethoven brachte er die Wiener Klassik zu ihrer Blüte. Wie kein anderer Komponist in der Musikgeschichte schrieb er in allen Musikgenres seiner Zeit und zeichnete sich in jedem einzelnen aus. Sein Geschmack, seine Beherrschung der Form und sein Ausdrucksspektrum lassen ihn als den universellsten aller Komponisten erscheinen; dennoch kann man auch sagen, dass seine Musik geschrieben wurde, um den spezifischen Geschmack des Publikums zu bedienen.
Mary Heilmann returns to our gallery on Limmatstrasse with an exhibition of more than 30 drawings made between 1975 and 2005. Expanding on the artist’s exhibition of works on paper, ‘Daydream Nation’, at Hauser & Wirth New York last year, this presentation continues the recent in-depth exploration into Heilmann’s long-standing drawing practice.
‘Mary Heilmann. Works on Paper’ is on view until 20 December at Hauser & Wirth Zurich, Limmatstrasse.
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